* * * The story of Sinclair! * * *
Updated: Januray 12th
2002
last update: On January 12th 2002 we celebrate the 18th
birthday of the SINCLAIR QL!
Die Computer von Sir Clive Sinclair - vom ZX80 bis zum
Z88...
Clive Sinclair hat mit seiner in
Cambridge, England domilizierten Firma Sinclair Research Ltd. in den Jahren 1979
bis 1986 den europäischen Heimcomputermarkt revolutioniert und zeitweise sogar
dominiert. Bei Sinclair Research haben viele innovative und kluge Köpfe, welche
heute noch aktiv die weltweite IT-Entwicklung mitgestalten, ihre ersten Projekte
und Produkte entwickelt. Sinclair Research hat im April 1986 nach
schwerwiegenden und zugleich klassischen Management-Fehlern auf Druck der
Gläubiger das gesamte Computer-Geschäft sowie alle Rechte am einprägsamen
Sinclair-Logo für 5Mio. £ an seinen heftigsten britischen Mitbewerber - die
Amstrad Plc - verkaufen müssen. Amstrad hat im Anschluss an die
"Sinclair-Übernahme" alle aktuellen Entwicklungen und Modelle gestoppt und
anschliessend bis 1990 lediglich die ZX Spectrum-Linie als Heimcomputer
weitergeführt. Zudem wurde das Sinclair-Logo für Low-Cost PC's "missbraucht".
Trotz all dem "leben" die echten Sinclair Computer weiter und blieben die
Leidenschaft vieler, so auch mir.
Sir Clive posiert mit seinen Babies (v.l.n.r.: Calculator, QL, ZX80,
Flat-TV, ZX81, ZX Microdrive, ZX Spectrum).
Im Februar 1980 lancierte Clive Sinclair den ZX80 als ersten Computer für
unter 100£ ($99.95, rsp. für $79.95 als Bausatz um genau zu sein)! Dies war eine
absolute Pionierleistung und ist im nachhinein betrachtet mit Sicherheit ein
Denkmal wert. Mit BASIC in einem 4KB ROM und 1KB RAM war schon allerhand
möglich.
Nachdem der ZX80 noch von Clive Firma "Science of Cambridge" herausgegebn
wurde, wurde diese Firma im März 1981 liquidiert und "Sinclair Research Ltd"
gegründet. Sinclair Research war es dann, welche im März 1981 den ZX81 für
£79.95 ($49.95 für den Bausatz) lancierte. Der ZX81 hatte gegenüber dem ZX80 vor
allem ein grösseres ROM (8KB statt 4KB) und ein besseres BASIC. Zudem bestand
der Computer dank eines ULA-Bausteines (vergleichbar mit heutigen PC-Chipsätzen)
lediglich aus 4 IC's. Der ZX81 war, wie alle vorherigen Sinclair-Produkte, nur
per Versandhandel von Sinclair selbst erhältlich. Dies änderte sich als die
Buchhandlungs-Kette W.H. Smith mit der Retailvermarktung beauftragt wurde. Damit
war der Durchbruch für Sinclair Computer endgültig erreicht, Sinclair Computer
traten den weltweiten Siegeszug an und waren quasi überall erhältlich.
Am St. Georges Day im April 1982, um elf Uhr morgens enthüllte Clive
Sinclair im Churchill Hotel den neuen ZX82. Offiziell heisst der ZX82 nun ZX
Spectrum. Der ZX Spectrum wurde das erfolgreichste Produkt von Sinclair Research
Ltd. und gilt als weiterer Meilenstein in der Geschichte der Heim-Computer. Mit
gegenüber dem ZX81 massiv erweitertem BASIC im 16KB ROM, Farbgrafik und Sound
sowie 16KB (für 125£), rsp. 48KB RAM (für 175£) war dies ein stattlicher
Heimcomputer, welcher verkaufsmässig lediglich vom legendären Commodore 64 (dem
VW Käfer der Heimcomputer) geschlagen wurde. Der Spectrum wurde massgeblich von
Richard Altwasser und Steven Vickers konstruiert. Diese beiden Ingenieure
verliessen nach Fertigstellung des Spectrums Sinclair und gründeten die Firma
Jupiter Cantab, wo sie den technisch Spectrum-ähnlichen Jupiter Ace Computer
entwickelten und als ersten Computer mit FORTH als Betriebsystem auf den Markt
brachten.
Bis und mit der ZX Spectrum-Serie liefen die Dinge bei Sinclair Research in
Bezug auf Innovation, Technologie und Geschäftsgang jeweils erfolgreich. So
erstaunt es nicht, dass Clive im Sommer 1983 von der Queen geadeligt wurde und
sich fortan Sir nennen darf. Sir Clive an einem glücklichen Tag in seinem
Büro!
Am 12. Januar 1984 hat Sir Clive Sinclair die Katze aus dem Sack gelassen;
der sagenumworbene Professional-Coumputer ZX83, rsp. ZX84 wurde in London
enthüllt. Aus dem ZX83 ist schlussendlich der QL geworden. QL steht für Quantum
Leap, zu deutsch Quantensprung. Mit Motorolas MC68008-8 als CPU (8/32bit), 128KB
dynamisches RAM, zwei integrierten Massenspeichern, Standard-Schnittstellen, dem
Office-Paket XCHANGE von PSION und dem genialen Multitasking-Betriebssystem QDOS
(preemptiv) samt SuperBASIC als CLI (Command-Language-Interpreter) und das alles
für unter £ 400...eine echte Sensation (ein 8088 PC-Clone mit MS-DOS v2 und
128KB RAM kostete über £2000, ein echter IBM über $4000)! Der QL darf mit
Sicherheit als ungeschliffener Diamant bezeichnet werden, war doch sein
Betriebssystem QDOS ein absoluter Meilenstein in der Geschichte der
Microcomputer. QDOS stammt aus dem "Kopf" von Tony Tebby, seinerzeit Ingenieur
bei Sinclair. QDOS wird heute, 17 Jahre nach dem Lauch des QL's immer noch
weltweit eingesetzt und weiterentwickelt. So existieren davon die Ausprägungen
Argos(1986-1989), Minerva(1988-), SMS2(1988), SMSQ(1992) und SMSQ/E(1993-) für
den QL (selbstverständlich), die ATARI ST/TT Linie, die COMMODORE AMIGA Linie,
QL clones in der Form von CST Thor Computern (nur Argos) und Q40 (MC68040-40),
Emulatoren für PC's als Hardware (MC68040-25 Karte "QXL") und Software (DOS,
Windows, Unix) sowie Software-Emulatoren für den Macintosh. BTW: Wussten Sie,
dass Linus Torvalds über Jahre hinweg einen QL benutzte und darauf fleissig
programmierte bevor er Linux "erschuf"...
Verglichen mit dem ZX81 oder der ZX
Spectrum Linie war der QL kommerziell wesentlich weniger erfolgreich. Trotz
vieler Wirren um den QL selbst, um Sinclair Research und den sich ab Herbst 1983
drastisch wandelnden Heimcomputermarkt wurden bis zu Amstrads Kahlschlag rund
150'000 QL's produziert und verkauft.
Mal gibt sich Sir Clive zugeknöpft und verschweigt schelmisch mit einem QL
im Arm den unmittelbar bevorstehenden Launch des ZX Spectrum+ (Oktober
1994)...ein andermal zeigt Sir Clive in seinen Firmenräumen Prototypen wie die
Wafer-Scale Technologie (Juli 1985).
Im Oktober 1984 wurde der ZX Spectrum+ lanciert. Das Gehäuse ist ein
"Abfallprodukt" des QL's, im Innern schlummert ein "gewöhnlicher" Spectrum
48K.
Der letzte "echte" Sinclair Computer (jedenfalls der letzte Computer von
Sinclair Research); der ZX Spectrum+ 128K (interner Code-Name "Derby"); wurde
auf drängen des spanischen Sinclair-Distributors Investronica aus Madrid
(welcher massiv bei der Vor-Finanzierung mithalf) anlässlich der Sonimag Fair in
Barcelona, Spanien Ende September 1985 präsentiert und offiziell im Februar 1986
lanciert...leider konnte er Sinclair Research nicht retten. Er bildete jedoch
die Basis für die ZX Spectrum +2/+3 Modelle welche unter der Regie von Amstrad
in den jahren 1986 bis 1990 vermarktet wurden.
In den frühen Morgenstunden des 2. April 1986 wurde der Deal unterschrieben.
Sinclair Research verkauft das gesamte Computerbusiness mitsamt allen Rechten an
Modellen und Technologie sowie das Sinclair Logo für 5Mio £ an die britische
Amstrad-Gruppe. Amstrad übernimmt zudem offene Verpflichtungen seitens Sinclair
gegenüber Fertigungstätten und Handel und hat das Recht Lagerbestände zu
verwerten.
Sir Clive Sinclair im April 1987 bei der Präsentation seines letzten
kommerziellen Computers, des Z88. Der Z88 wurde von Sinclair's neuer Firma
"Cambridge Computers" lanciert. Entwickelt wurde er massgeblich von Richard
Miller, einem jungen Ingenieur, welcher schon in den letzten Tagen bei Sinclair
Research an QL-Peripherie und dem Pandora/Loki Konzept mitgearbeitet hatte. Der
Z88 stammt aus den Konzeptarbeiten rund um den Pandora. Aus dem Loki Konzept
wurde Jahre später über x Umwege der ATARI Jaguar.
Drei Bilder aus dem Jahre 1987 meiner eigenen Sinclair Computer ZX81, ZX
Spectrum+ 48K, ZX Spectrum+ 128K, QL, Original-Verpackungen und einiges an ZX-81
Peripherie und Zubehör.
1989 habe ich mir meinen Cambridge Z88 (deutsche Version) gekauft.
Die anderen Innovationen von Sir Clive Sinclair - vom
Calculator bis zum Zeta III...
Sir Clive Sinclair und seine Sinclair
Research Ltd ist nach wie vor aktiv am Markt. Hier der Link auf die
entsprechende Business2Consumer Homepage:
Sinclair Research:
email: Urs König
Site produced: 1999-2006, Urs
König
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